Möbel gehören zu den Lebensnotwendigkeiten, ohne die sich der Alltag als äußerst unbequem darstellen würde. Trotzdem gibt es Situationen im Leben, in denen man hofft, etwas weniger Einrichtungsgegenstände zu haben. Umzüge, Renovationen, Erbschaften und Haushaltszusammenlegungen gehören zu den häufigsten Umständen, in denen einem der Möbelberg im wahrsten Sinne des Wortes über den Kopf wächst.
Glücklicherweise bieten sich heutzutage eine Reihe von Möglichkeiten, überschüssiges Mobiliar sowohl über kürzere als auch über längere Zeit aus dem Weg zu schaffen. Selfstorage, Full-Service-Storage und angemietete Kellerräume oder Lagerhallen bieten Ausweichmöglichkeiten, um zu Hause Platz zu schaffen und zugleich das Eigentum sicher vor Umwelteinflüssen oder dem Zugriff anderer aufzubewahren.
Allerdings stellt sich die Frage: Wie viel kostet es eigentlich, Möbel einzulagern?
Wie Sie sich wahrscheinlich denken können, gibt es hier keine einheitliche Antwort. Immerhin hängt der Preis für die Lagerhaltung von Mobiliar von mehreren Faktoren ab, darunter:
- Die Menge der einzulagernden Möbelstücke
- Die Größe und Beschaffenheit der einzelnen Einrichtungsgegenstände
- Ihr Standort und der gängige Marktpreis pro Quadratmeter in Ihrer Umgebung
- Wie lange Sie eine Lagerhaltung für Ihre Möbel benötigen
- Wie der Transport zu der Lagereinheit und gegebenenfalls auch der Rücktransport bewerkstelligt wird
- Nebenkosten und Bedarf an Dienstleistungen, darunter Versicherungen, Sicherheitsmaßnahmen, Klimatisierung usw.
Außerdem können die Preise für die Einlagerung von Möbeln auch an Ihrem Standort je nach Anbieter stark variieren. Als Ausgangspunkt können Sie jedoch annehmen, dass der bundesweite Durchschnitt für Lagerfläche aktuell bei etwa 26 Euro pro m² liegt. In der folgenden Tabelle können Sie die Richtwerte für verschiedene Lagergrößen sehen, und wie diese sich je nach angemieteter Lagerflächenumfang verändern:
Durchschnittlicher Quadratmeterpreis nach Lagerraumgröße
Die Mietkosten für Lagerräume pro m² sinken signifikant, sobald eine größere Fläche gemietet wird. Während kleine Lagerboxen (bis 3 m²) mit durchschnittlich 34,77 € pro m² die höchsten Raten aufweisen, sinkt der Preis bei größeren Einheiten für z. B. einen kompletten Umzug (ab 15 m²) auf unter 17 € pro m². Wer effizient packt en eine etwas größere Box wählt, profitiert somit von deutlich niedrigeren Kosten pro Einheit.
Diese Daten zeigen die Preise für Lagerflächen pro m² in Deutschland von Januar bis Juli 2025; erhoben am 16. April und veröffentlicht am 5. Mai 2026.
Welche Faktoren bestimmen die Preise für die Einlagerung?
Wie bereits erwähnt, gehören die Menge an Möbeln, die Dauer der Einlagerung, Ihr Standort und die erforderlichen Dienstleistungen zu den preistreibenden Faktoren, wenn es um die Lagerung Ihres Mobiliars geht. Die größte Komponente bei der Berechnung Ihres endlichen Mietpreises ist dabei die Lagerfläche, die Sie benötigen, um alle Ihre Gegenstände unterzubringen.
Bei den Kalkülen der erforderlichen Quadratmeter in Ihrer Lagereinheit sind nicht nur die Anzahl der Möbel ausschlaggebend, sondern auch die Größe der einzelnen Möbelstücke, die sich nicht einfach aufteilen oder in ihre Bestandteile zerlegen lassen. Dazu gehoeren Schränke aus Massivholz, große Sofas oder Antiquitäten, die vor der Epoche der Flat Packs zur Selbstmontage hergestellt wurden. Je mehr Sie von dieser Art von Möbeln haben, desto mehr Lagerplatz werden Sie benötigen.
Auch Ihr Wohnort, oder gewünschter Aufenthaltsort für die Möbel, kann einen gewaltigen Einfluss auf Ihre Mietrechnung haben. Wenn Sie in einer Großstadt leben, in der Lebensraum knapp und teuer ist, werden auch Lagerflächen weniger verfügbar sein. In Städten wie Berlin, München oder Stuttgart sind deshalb die Preise für Lagereinheiten pro Quadratmeter weitaus teurer als zum Beispiel im Ruhrgebiet.
Regionale Preisunterschiede: Die teuersten und günstigsten Städte für Selfstorage
Der Standort ist der entscheidende Faktor für die monatlichen Mietkosten eines Lagerraums in Deutschland. Ein direkter Vergleich zeigt starke Kontraste: Während Ballungszentren und Regionen rund um Stuttgart (wie Leonberg oder Kornwestheim) mit Spitzenpreisen von über 36 € pro m² dominieren, finden sich in Städten wie Mainz, Nürnberg oder im Ruhrgebiet deutlich preiswertere Angebote. Oftmals lassen sich die Fixkosten für die Lagerung halbieren, wenn ein Standort knapp außerhalb der teuren Stadtzentren gewählt wird.
Diese Daten zeigen die Preise für Lagerflächen pro m² in Deutschland von Januar bis Juli 2025; erhoben am 16. April und veröffentlicht am 5. Mai 2026.
Aber auch in deutschen Großstädten lassen sich in Hinsicht auf Lagerflächen oft noch Schnäppchen machen, wenn man außerhalb der Ballungszentren, in Gewerbegebieten außerhalb der Innenstadt oder an Autobahnausfahrten im näheren Umkreis nach Lagerflächen sucht.
Wie Dienstleistungen die Lagerkosten für Möbel beeinflussen
Neben den eigentlichen Mietkosten pro Quadratmeter fallen in der Regel weitere Ausgaben bei der Lagerung von Möbeln an. Im Gegensatz zu anderem Hausrat, der sich leicht aufteilen und in Kisten verpacken lässt, sind Möbel sperrig und können nicht einfach eigenhändig im Kofferraum verstaut werden.
In den meisten Fällen muss mindestens ein Lieferwagen gemietet werden oder, wenn das Haus oder die Wohnung komplett ausgeräumt wird, eine Speditionsfirma. Hinzu kommen Kosten für Umzugshelfer, der Verlust von wertvoller Arbeitszeit und womöglich auch der Bedarf an Kinderbetreuung.
Auch hier gibt es Ausnahmen, zum Beispiel wenn Sie sich dafür entscheiden sollten, Full-Service-Storage in Anspruch zu nehmen. Bei dieser Einlagerungsmöglichkeit sind der Transport und die Umzugshelfer bereits im Mietpreis inbegriffen und Sie müssen lediglich Ihre Sachen sicher und standesgemäß verpacken, bevor diese abgeholt und zur Lagerstätte gefahren werden. Bei Full-Service-Storage werden Ihre Möbel fachgerecht und platzsparend in voll klimatisierten und gut bewachten Räumlichkeiten eingelagert, um Schäden und überhöhte Mietpreise aufgrund von Platzverschwendung zu vermeiden.
Wie viele Lagerräume brauchen Sie für Ihre Möbel?
Die Frage nach der Größe des benötigten Lagerplatzes für Ihre Möbel stellt sich bereits, wenn Sie die einzelnen Angebote von Vermietern einholen wollen. Sollten Sie zu wenige Quadratmeter buchen, stehen Sie am Umzugstag mit zu wenig Platz da und müssen in einer bereits stressigen Situation mehr Platz organisieren. Das kann leicht zu höheren Kosten führen und zu der zusätzlichen Sorge, dass Ihr Lagervermieter keinen weiteren Platz zur Verfügung hat. Buchen Sie zu viele Quadratmeter, zahlen Sie unnötig für Platz, der leer steht und Ihnen keinen weiteren Nutzen bietet.
Die Ermittlung der benötigten Lagerfläche ist deshalb von größter Bedeutung. Dabei ist die erforderliche Lagerfläche davon abhängig, wie viele Sachen Sie unterbringen möchten. Der Inhalt eines einzigen Zimmers bedingt offensichtlich weniger Lagerplatz als die Lagerung des gesamten Mobiliars Ihres Haushalts. Hinzu kommt Ihr Lebensstil, denn ein Anhänger von Minimalismus benötigt weit weniger Kisten als ein Sammler von Antiquitäten.
Als Faustregel zur Berechnung einer ungefähren Lagerraumfläche gilt:
Größe der Wohnfläche/des Zimmers in m² × 10 % = m² Lagereinheit.
Um die Lagerfläche für Ihre Möbel genauer zu berechnen, bieten sich mehrere Möglichkeiten:
- Nutzen Sie einen Lagerraumrechner, den viele professionelle Selfstorage- und Full-Service-Storage-Vermieter online anbieten. Mit einem guten Lagerraumrechner können Sie in nur wenigen Klicks den Umfang Ihres gesamten Mobiliars zu ermitteln.
- Messen Sie Ihre Möbel Stück für Stück und kalkulieren Sie, wie viele zusätzliche Kisten Sie für die restlichen Gegenstände benötigen. Addieren Sie alles zusammen, um die Fläche zu berechnen, die für Ihre Sachen erforderlich sind.
- Fragen Sie Ihren Lagerplatz-Vermieter um Rat. Professionelle Selfstorage- und Full-Service-Storage-Anbieter können Ihnen mit fachlich ausgebildetem Personal bei der Berechnung der benötigten Lagerfläche zur Seite stehen.
Mit welchen Zusatzkosten müssen Sie beim Einlagern von Möbeln rechnen?
Wenn Sie sich im Internet auf die Suche nach einer geeigneten Lagerlösung für Ihre Möbel begeben, erhalten Sie in der Regel nur den Quadratmeterpreis für die Lagerfläche. Dieser Preis kann je nach Größe der angemieteten Fläche variieren. In der Regel wird der Quadratmeterpreise billiger, je größer die angemietete Einheit sein wird. Auch der Mietzeitraum ist für die endliche Berechnung der monatlichen Miete von Bedeutung. Je länger der Mietvertrag, desto niedriger fällt bei den meisten Lagerraum-Anbietern der monatliche Mietbetrag aus.
Allerdings können neben dem offensichtlichen Quadratmeterpreis weitere Kosten anfallen, mit denen die viele Lagerraummieter nicht gerechnet haben. Diese können einmalig sein, oder wiederholt im Laufe der gesamten Mietzeit auf den monatlichen Preis aufgeschlagen werden.
Zu den möglichen Zusatzkosten gehören:
- Transport Wenn Sie eine Speditionsfirma damit beauftragen, Ihre Möbel zum Lager zu transportieren oder mit dem Lagerraumvermieter vereinbaren, dass dieser den Transport organisiert, kommen diese Kosten zuzüglich zu dem Mietpreis hinzu. Auch wenn Sie die Einlagerung der Möbel selbst organisieren, müssen Sie mit Kosten für Umzugshelfer, Leihe für einen Lieferwagen oder Kleintransporter und den Sprit für das Fahrzeug einberechnen.
- Verpackungsmaterial Sie legen großen Wert auf Ihre Möbel, ansonsten würden Sie nicht die Kosten für eine Einlagerung auf sich nehmen. Deshalb sollten Sie Ihr Inventar auch sachgemäß einpacken, damit es die Lagerzeit unbeschädigt übersteht. Stabile Umzugskisten, Möbeldecken, Luftpolsterfolie, Ecken- und Kantenschutz sowie unzählige Meter von Klebeband werden Ihre Einlagerungskosten erheblich erhöhen.
- Versicherung In der Regel wird Ihre Hausratsversicherung auch die eingelagerten Gegenstände decken. aber nur für einen gewissen Zeitraum. Die Zeitspanne variiert von Versicherung zu Versicherung und Sie müssen abklären, für wie lange Ihr Eigentum im Lager versichert ist. Möglicherweise wird eine Zusatzversicherung von Ihrem Vermieter verlangt. Beachten Sie, dass Sie unter Umständen auch eine Umzugsversicherung abschließen sollten, falls Sie Umzugshelfer engagieren.
- Kaution Manche Selfstorage- und Lagerplatzvermieter könnten eine Kaution verlangen, bevor Sie Ihre Möbel einlagern. Diese kann sich auf eine bis zwei Monatsmieten belaufen. Sie werden die Kaution nach Ablauf der Mietzeit zurückbekommen, vorausgesetzt, Sie hinterlassen den Lagerraum besenrein. Die Zusatzkosten könnten dennoch Ihr Budget beträchtlich beeinflussen.
- Nebenkosten Wie auch bei Mietverträgen für Wohnungen und Häuser könnte der Lagerplatzvermieter Kosten für Klimatisierung, Reinigung und Sicherheitsmaßnahmen, wie Schließsysteme und Videoüberwachung, abverlangen. Lesen Sie deshalb Ihren Vertrag gründlich durch und achten Sie auf das Kleingedruckte.
Wie kann ich beim Einlagern von Möbeln Geld sparen?
Während beim Mieten von einem Lager für Ihre Möbel eine Reihe unvorhergesehener Zusatzkosten anfallen könnte, haben Sie auch die Möglichkeit, etwas Geld zu sparen. Voraussetzung ist, dass Sie sich gut vorbereiten und den Umzug des Mobiliars in die Lagereinheit durchplanen.
Hier geben wir Ihnen ein paar Tipps, wie Sie beim Lagern von Möbeln Ihre Kosten minimieren können:
- Denken Sie in Volumen statt Fläche
Weil der Quadratmeterpreis der Selfstorage- und Lagerplatzanbieter sich auf die Grundfläche der zur Miete angebotenen Lagerstätte bezieht, denken viele nur daran, wie viel Platz sie auf dem Boden zur Verfügung haben. In vielen Fällen lassen sich aber die einzelnen Gegenstände Ihres Mobiliars und Hausrats in die Höhe stapeln. Nutzen Sie das Gesamtvolumen Ihres Lagerraums, um für weniger Quadratmeter zu zahlen. - Demontieren Sie Ihre Möbel
Viele Möbel lassen sich heutzutage leicht abbauen und in Einzelteile zerlegen. Machen Sie sich die Mühe, Ihre Regale, Schränke, Betten und Elemente in der Einbauküche vor der Einlagerung auseinanderzunehmen. Demontierte Möbel können nicht nur leichter und platzsparender eingelagert werden, auch der Transport vereinfacht sich. Ein Kleiderschrank der Größe 120 x 60 x 191 cm verkleinert sich nach dem Abbau auf 18 x 60 x 191 cm. Um herauszufinden, wie groß die abgebauten Möbelstücke in etwa sein werden, finden Sie ein Modell der gleichen Größe auf der Website eines Möbelhändlers wie Ikea und schauen Sie sich unter den Produktinformationen die Paket-Abmessungen an. - Nutzen Sie leerstehende Möbelflächen
Bei Möbeln, die sich nicht auseinandernehmen lassen, können Sie den Leerraum möglicherweise als Stauraum für Hausrat nutzen. Stellen Sie allerdings sicher, dass die Oberfläche gut geschützt ist und dass während der Lagerung eine gute Luftzirkulation gewährleistet wird. Damit verhindern Sie, dass Ihre Möbel schimmeln oder einen unangenehmen Geruch annehmen. - Mieten Sie Ihr Verpackungsmaterial
Verpackungsmaterial für den Umzug in die Lagerstätte kann teuer werden. Dabei benötigt man die Materialien oft nur dieses eine Mal. Bei der Rückführung der Möbel steht man plötzlich mit einer Unmenge Abfall und leerstehenden Kisten da, für die man keinen weiteren Gebrauch hat. Viele Selfstorage- und Full-Service-Storage-Vermieter bieten heutzutage Umzugskisten zur Miete an. Indem Sie Ihre Umzugskisten leihen statt kaufen, sparen Sie nicht nur Geld und Zeit, sondern helfen auch der Umwelt. - Beauftragen Sie einen Full-Service-Storage-Anbieter mit der Einlagerung Ihrer Möbel
Full-Service-Storage ist ein System der Lagerhaltung, bei dem Ihnen der größte Teil der Arbeit bei der Einlagerung abgenommen wird. Anbieter wie BOXIE24 operieren dabei mit einer Pauschale, die das meiste Ihrer Lagerhaltungsvorgänge inkludiert, und das zu einem wettbewerbsfähigen monatlichen Mietpreis. Mehr dazu unten.
Wann ist Full-Service Storage die bessere Wahl?
Full-Service-Storage ist ein System, bei dem der Lagerplatz-Vermieter den gesamten Prozess der Einlagerung von Gegenständen, darunter auch Möbel, übernimmt. Dabei beginnt die Einlagerung schon bei Ihnen zu Hause, da der Anbieter die Sachen abholt, zum bereitgestellten Lieferwagen trägt und zur Lagerstätte transportiert. Dort wird Ihr Eigentum fachgerecht und platzsparend in voll klimatisierte Unterbringungen eingelagert und nach dem zuvor vereinbarten Zeitpunkt wieder zurückgeliefert. Bei Full-Service-Storage wird ausschließlich die genutzte Fläche in Rechnung gestellt.
Im Gegensatz zu Selfstorage oder Lagerhausanmietung, wo jedes Detail der Möbellagerung einzeln ausgeführt und separat berechnet wird, operieren Full-Service-Storage-Anbieter wie BOXIE24 mit Pauschalpreisen, die neben dem Abholen, dem Transport, der Einlagerung und der Rücklieferung auch Verpackung, Versicherung und Sicherheitsüberwachung beinhalten. Dabei beträgt der Mietpreis pro Quadratmeter für Full-Service-Storage in der Regel nur wenig mehr als bei Selfstorage.
Full-Service-Storage ist besonders dann eine bessere Alternative, wenn Sie weder Zeit noch ein geeignetes Fahrzeug zur Verfügung haben oder einfach nur dem Stress mit einer Einlagerung von Möbeln entgehen wollen. Die sachgemäß klimatisierten und beheizten Lagerräume in Full-Service-Storage bieten zudem eine weitaus größere Sicherheit für empfindliche Holz-, Metall- und Polstermöbel als kalte Garagen oder feuchte Kellerräume.