Das Wort „Hausrat“ gehört zu den Begriffen des deutschen Sprachschatzes, die jeder sofort versteht, ohne wirklich zu wissen, was eigentlich in der Sammelbezeichnung inbegriffen ist. Dabei wird Hausrat eines der wichtigsten Streitobjekte, wenn es um Scheidungen, Erbschaften oder Versicherungsschutz gegen Naturkatastrophen und Verbrechen geht.
Hausrat gehört nämlich zu dem wesentlichen, und wertvollsten Eigentum, das ein Haushalt aufweisen kann. Deshalb wird die Entscheidung, sich davon zu trennen, nie leichtgenommen. Mit dem zunehmenden Angebot von Lagerhaltung für Privathaushalte entscheiden sich viele Haushalte dafür, Lagerplatz anzumieten, statt ihre Gegenstände wegzuwerfen oder billig zu verkaufen.
Dabei bieten sich mehrere Lageroptionen, darunter die traditionelle Selfstorage und die Full-Service-Aufbewahrung, bei der neben der herkömmlichen Einlagerung auch die Abholung und Rücklieferung des Hausrats inbegriffen ist.
Bevor Sie jedoch Ihr kostbares Haushaltsgut zur Einlagerung geben, sollten Sie die folgenden Punkte beachten:
Was zählt zum Hausrat, und was nicht?
Unter Hausrat versteht man generell alle beweglichen Gegenstände, die sich in einem Haushalt in einer Wohnung, einem Haus und den dazugehörigen Nebenräumen befinden. Versicherungen, insbesondere Hausratversicherungen, schränken allerdings diese Deutung des Begriffs stark ein, um einige wertvolle Objekte vom herkömmlichen Versicherungsschutz auszuschließen.
Die Haushaltsgegenstände und das Mobiliar, die die Hausratversicherung als herkömmlichen Hausrat betrachtet, sind:
- Bekleidung
- Bücher, CDs, DVD und Videospiele
- Dekorationen und Bilder
- Dokumente
- Einrichtungen wie Möbel, Teppiche, Lampen, Bilder und Dekorationen
- Elektronik, darunter Fernseher, Stereoanlage, Gaming-Konsole usw.
- Geschirr, Gläser und Besteck
- Große und kleine Haushaltsgeräte
- Rasenmäher
- Sportgeräte, darunter auch Surfbretter, Schlauchboote und Kanus
- Werkzeuge
Zu den Gegenständen, die die Versicherung nicht in die gewöhnliche Hausratversicherung inkludiert und die nur gegen einen Aufpreis oder mit einer Zusatzversicherung abgedeckt werden, gehören:
- Antiquitäten
- Bargeld
- Briefmarken- und Münzsammlungen
- Kunst, darunter Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Grafiken usw.
- Pelze
- Schmuck und andere Wertsachen aus Edelmetallen und –steinen
- Urkunden
- Wertpapiere und Sparbücher
- Waffen
- Wertvolle Teppiche wie echte Perser- und Orientteppiche
Wenn Sie Ihren Hausrat gänzlich oder teilweise einlagern wollen, müssen Sie diese Einschränkungen der Haftpflichtversicherung in Betracht ziehen. In der Regel sind nämlich die genannten wertvollen Gegenstände von der Selfstorage oder dem Full-Service-Storage ausgeschlossen.
Auch gefährliche Materialien und leicht entzündliche Stoffe wie Chemikalien, Lösungsmittel, Benzin, Gasflaschen, Sprengstoffe, Waffen und Munition, die sowohl den eingelagerten Hausrat als auch die gesamte Umgebung gefährden können, dürfen nicht in Selfstorage eingelagert werden.
Wann sollten Sie Ihren Hausrat einlagern?
Erschwinglicher Wohnraum in deutschen Städten wird immer teurer und auf einem unsicheren Immobilienmarkt sind viele Haushalte heutzutage wenig dazu geneigt, umzuziehen oder ihre Wohnung/ihr Haus aufzugeben, wenn sich die Verhältnisse ändern.
Viele Haushalte entscheiden sich deshalb dafür, Platz zu schaffen, indem sie überflüssige oder wenig gebrauchte Gegenstände außer Haus aufbewahren. Zu den am häufigsten genannten Gründen für eine auswärtige Einlagerung von Hausrat gehören:
- Familiäre Veränderungen wie neue Partnerschaften, Trennungen oder Zuwachs
- Umzug
- Erbschaft
- Renovierung
- Bedarf an Homeoffice aus beruflichen Gründen oder bei Betriebsgründung
- Untermiete von Zimmern oder Wohnung
- Auslandsaufenthalte und längere Reisen
Dabei finden viele Haushalte schnell heraus, dass ihre eigenen Aufbewahrungsoptionen wie Keller, Dachboden oder Garage ihre Grenzen haben und in den meisten Fällen bereits überfüllt sind.
Selfstorage bietet eine rasche Verfügbarkeit und im Falle einer Bestellung von Full-Service-Storage kann sogar der lästige logistische Teil wie Transport und das Schleppen von schweren Gegenständen an andere weitergegeben werden. Mehr dazu weiter unten.
Was Sie vor der Lagerung Ihres Hausrats unbedingt beachten sollten
Ihr gesamter Hausrat ist in der Regel auch aus ein großer Teil Ihres Eigentums und hat neben dem erheblichen finanziellen auch einen gewissen emotionalen Wert. Deshalb sollten Sie bei der Wahl Ihrer Lageroption immer die folgenden Punkte berücksichtigen:
- Ist der zukünftige Lagerraum trocken und/oder klimatisiert?
- Sind Lüftungs- und Ventilationsanlagen vorhanden?
- Hält der Lagerraumvermieter die Räumlichkeiten sauber und frei von Nagern und anderem Ungeziefer?
- Gibt es eine ausreichende Sicherheitsüberwachung wie CCTV oder Wachmannschaften?
- Deckt Ihre Hausratversicherung die Lagerung Ihres Hausrats auch außerhalb der eigenen vier Wände?
- Haben Sie einen ausreichenden Transport für Ihren Hausrat und die nötigen Muskeln, um schwere Gegenstände und Möbel zu schleppen?
- Werden Ihnen an der Lagerstätte Hilfsmittel wie Sackkarren, Hubwagen und Rampen zur Verfügung gestellt oder müssen Sie diese selbst mitbringen?
Außerdem sollten Sie sicherstellen, dass Ihr Selfstorage-Vermieter genügend Parkplätze im unmittelbaren Nahbereich der Eingangstür bietet. Auch breite Gänge, Türen und Aufzüge sind notwendig, um eine reibungslose Einlagerung von großem Hausrat zu gewährleisten.
Wenn Ihnen bereits bei der Organisation und Logistik die Einlagerung über den Kopf wächst, oder Sie keine Zeit haben, diese selbst vorzunehmen, sollten Sie Full-Service-Storage in Betracht ziehen. Dabei wird Ihnen nicht nur die Abholung und Rücklieferung sowie der Transport abgenommen, sondern oft auch das Schleppen der Gegenstände und das Kopfzerbrechen über die richtige Aufbewahrung und ordnungsgemäße Stapelung.
Full-Service-Anbieter stellen Ihnen in der Regel geschultes Personal zur Verfügung, das Ihnen bei allen Schritten der Einlagerung von Hausrat behilflich sein wird.
Wie lagert man bestimmte Haushaltsgegenstände?
Wie bereits genannt besteht Hausrat aus einer Reihe von ungleichartigen Gegenständen, die aufgrund ihrer Materialien auch verschiedene Lagerbedingungen und –voraussetzungen benötigen.
Um ihren Hausrat fachgerecht über kürzere oder längere Zeit einzulagern, und zu verhindern, dass dieser dabei beschädigt wird, müssen Sie einige Sicherheitsmaßnahmen treffen. Diese sind von der Art des Hausrats abhängig.
Möbel
Schon bei den Einrichtungsgegenständen und Möbeln werden Sie mit unterschiedlichen Materialien konfrontiert, auf die Sie bei der Einlagerung besonders Rücksicht nehmen müssen.
Unabhängig davon, ob es sich um Einbaumöbel oder einzelne Möbelstücke handelt, sollten Sie Ihre Möbel vor der Einlagerung immer ordnungsgemäß demontieren und so weit wie möglich in Einzelteile zerlegen. Dabei sparen Sie nicht nur Platz (und damit auch Miete), sondern Sie gewährleisten auch eine sichere Aufbewahrung.
Bei der Einlagerung von Möbeln sollten Sie nicht nur auf die Verpackung, sondern auch auf die Art und Weise achten, wie Sie die Gegenstände aufbewahren. Stellen Sie sicher, dass Stapel gesichert und balanciert sind. Polstermöbel bieten zwar auf den ersten Blick zusätzliche Lagerfläche, sollten aber nie über längere Zeit hinweg von schweren Gegenständen belastet werden. Das gleiche gilt für Matratzen, die bei einer Belastung mit gewichtigen Sachen ihre Form verlieren.
Beachten Sie, dass bei eventuellen Schäden in der Lagerhaltung die Haftpflichtversicherungen nur Schadensersatz ausbezahlen, wenn bei der Einlagerung eine sachgemäße Aufbewahrung und Stapelung gewährleistet wurde.
Elektronik
Während die meisten bei der Elektronik nur an die Unterhaltung denken, umfasst die Kategorie der elektronischen Haushaltsgegenstände eine ganze Reihe von Produkten, darunter:
- Computer, Laptops und Printer
- Fernseher
- Lautsprecher
- Stereoanlagen
- Spielkonsolen
- Fotoapparate und digitale Bilderrahmen
- Staubsauger
- Küchenmaschinen
- Ladegeräte
- Lampen und Leuchten
- Ferngesteuertes Spielzeug und Drohnen
Um eine sichere und saubere Einlagerung von Elektronik über längere Zeit hinweg zu bewerkstelligen, sollten Sie diese in ihrer Originalverpackung aufbewahren. Sind die originalen Boxen nicht mehr vorhanden, sollten Sie Kartons in einer angemessenen Größe finden, die die Geräte bei der Lagerhaltung zuverlässig vor Feuchtigkeit und Staub schützen.
Sorgen Sie dafür, dass alle Batterien vor dem Verpacken entfernt und ordnungsgemäß entsorgt werden. Achten Sie darauf, dass Fernkontrollen und –steuerungen immer mit dem entsprechenden Gerät verpackt sind. Zwischenräume in den Kartons sollten mit Füllmaterial und Hohlraumfüllung vorsichtig ausgestopft werden.
Stellen Sie sicher, dass Bildschirme und Monitore aufrecht gelagert und nicht mit Gewicht belastet werden. Kabel sollten, wenn möglich, entfernt und aufgerollt werden, um Knicke und Brüche zu vermeiden. Nutzen Sie antistatische ESD-Folie bei der Verpackung Ihrer elektronischen Haushaltsgegenstände, um sie vor elektrostatischen Entladungen zu schützen.
Kücheneinrichtungen und Haushaltsgeräte
Einbauküchen, Küchenschränke und Kücheninseln müssen vor der Einlagerung fachgerecht demontiert und verpackt werden, um Platz zu sparen und eine sichere Lagerung zu gewährleisten.
Wie auch bei den Holzmöbeln sollten Sie die einzelnen Bestandteile in Karton oder anderen atmungsaktiven Verpackungsmaterialien einwickeln, um die Luftzirkulation zu gewährleisten und gleichzeitig vor Staub, Stößen und Schrammen zu schützen.
Bei großen Haushaltsgeräten wie
- Herde und Backöfen
- Kühl- und Gefrierschränken/-truhen
- Geschirrspülmaschinen
- Waschmaschinen
- Trocknern
- Mikrowellen
sollten Sie sicherstellen, dass diese vor der Lagerung nicht nur völlig gesäubert, sondern möglicherweise auch desinfiziert werden. Damit vermeiden Sie Schimmel und verhindern, dass Nager und Ungeziefer unnötig angezogen werden. Achten Sie auch darauf, dass dabei die Schläuche entleert sind und sicher an den zugehörigen Geräten befestigt werden. Rollen Sie die Stromleitungen auf und schützen Sie die Stecker mit Karton.
Verhindern Sie bei der Abstellung in Ihrer Lagerstätte, dass die Türen der Haushaltsgeräte geschlossen werden, um muffige Gerüche zu vermeiden und Luftzirkulation zu gewährleisten.
Kleinere Küchengeräte, darunter Airfryer, Smoothiemaker, Kaffeemaschinen usw., sollten auf die gleiche Weise wie Elektronik verpackt und eingelagert werden.
Geschirr, Besteck und Gläser müssen alle einzeln verpackt werden. Gebrauchen Sie reichlich Verpackungsmaterial wie Luftpolsterfolie, Wellpappe, Füllmaterial und Schaumfolie, um Ihren zerbrechlichsten Hausrat zu schützen. Wenn alle einzelnen Bestandteile Ihres Küchenzubehörs zureichend eingewickelt sind, sollten Sie die Gegenstände in stabilen Boxen aufbewahren.
Viele Selfstorage-Anbieter, insbesondere Full-Service-Vermieter, bieten kräftige Kunststoffkisten zum Verkauf oder zur Miete an, die sich hervorragend zur Lagerung von Hausrat eignen.
Stellen Sie vor der Einlagerung ihres großen und kleineren Küchenhausrats sicher, dass alle Gegenstände wirklich trocken sind. Feuchte Gegenstände im Lager oder in Boxen erhöhen nicht nur die Luftfeuchtigkeit, sondern weichen Kartons auf und führen zu Schimmel sowie schlechten Gerüchen.
Bekleidung
Die Bekleidung eines gesamten Haushalts gehört zu dem Hausrat, der am meisten Platz wegnimmt und die nervige Angewohnheit hat, sich dabei über den gesamten Wohnraum auszubreiten. Wenn Schränke überfüllt sind und man kaum noch die Eingangstür erreichen kann, weil die Garderobe den ganzen Platz einnimmt, bestimmen sich die meisten Haushalte dafür, auszumisten und die Kleidung nach Saison aufzuteilen.
Bei der ordnungsgemäßen Verstauung von Wintersachen und Sommersachen sollten Sie die folgenden Sicherheitsmaßnahmen treffen, um Ihre Bekleidung auch noch in der nächsten Saison genießen zu können:
- Waschen Sie Ihre Kleidung immer vor der Einlagerung und stellen Sie sicher, dass sie vollständig trocken ist, bevor Sie sie verpacken.
- Nutzen Sie Vakuumbeutel, um Ihre Textilien vor Feuchtigkeit und Staub zu schützen. Gleichzeitig helfen die Beutel dabei, Platz zu sparen.
- Sortieren Sie Ihre Kleidung sinngemäß, bevor Sie die Beutel oder Boxen verschließen. Mischen Sie nicht Ihre Sommersachen mit den Wintersachen und kennzeichnen Sie besondere Kategorien wie Abendkleidung, Sportswear, Arbeitsbekleidung usw. deutlich, um diese im Notfall sofort wiederzufinden.
- Wenn Sie Textilien wie Handtücher, Bettbezüge, Vorhänge oder Decken einlagern, sollten Sie auch diese gut kennzeichnen.
- Sollten Sie keine Vakuumverpackung nutzen, müssen Sie Mottenschutz anbringen. Machen Sie dies vor der Einlagerung. Wenn Motten sich erst in Ihrem gelagerten Bestand eingenistet haben, ist es zu spät.
Bei der Lagerung von Textilien sind die richtige Klimatisierung und Luftfeuchtigkeit in Ihrer Lagerstätte von besonderer Bedeutung, weil Hausrat aus Geweben und Stoffen besonders anfällig ist. Stellen Sie deshalb vor der Lagerung sicher, dass eine Temperatur von 23°C und eine Luftfeuchtigkeit von 50 % nicht überschritten werden. Auch Sonnenlicht und UV-Strahlen können sich als tödlich für Ihren Lieblingspulli erweisen.
Akten, Unterlagen und Dokumente
Beim Ausmisten des Hausrats enden viele Haushalte mit einem unvorhergesehenen Berg an Papieren und Unterlagen, die sich nicht alle wegwerfen lassen. Zum einen hat das Finanzamt bestimmt, dass gewisse Akten zehn Jahre lang sicher und unbeschädigt aufbewahrt werden müssen. Zum anderen befinden sich in der Papieransammlung auch Unterlagen, wie z. B. die jährliche Gehaltsabrechnung oder Verträge, die man zwar über Jahre oder gar Jahrzehnte hinweg nicht benötigt, dann aber bei der Rentenbeantragung und in einem rechtlichen Zusammenhang überaus wichtig werden.
Um Dokumente und Papiere sicher und wiederauffindbar für die Ewigkeit aufzubewahren, sollten Sie Folgendes beachten:
- Sortieren Sie Ihre Unterlagen fachgerecht nach Datum, Kriterium und Kategorie
- Nutzen Sie stabile Archivboxen, die auch für eine längere Lagerung geeignet sind.
- Nutzen Sie säurefreie Mappen und Boxen, damit Ihr Verpackungsmaterial nicht vorzeitig verfällt und Ihre Unterlagen den Elementen ausgesetzt sind.
- Vermeiden Sie Büroklammern und oxidierende Materialien, die sich nachträglich auf Ihre Dokumente auswirken.
- Kennzeichnen Sie Ihre Archivboxen und Kisten deutlich, damit nicht nur Sie schnell Zugriff haben, sondern auch andere Befugte diese schnell und einfach wiederfinden können.
Auch hier gilt, dass Sie eine saubere, trockene und sichere Lagereinheit anmieten, um den Fortbestand Ihrer Akten zu garantieren.
Wie viel kostet die Lagerung von Hausrat?
Der Preis für die Lagerung Ihrer Haushaltsgegenstände in Selfstorage ist von mehreren Faktoren abhängig:
Hausrat-Menge
Die Miete Ihrer Lagereinheit ist von der Lagerfläche abhängig, die Ihr eingelagerter Hausrat beansprucht. Dabei ist es wichtig, nicht nur den Quadratmeterpreis, sondern auch das Gesamtvolumen des Lagerplatzes in Augenschein zu nehmen. Bei geschickter Verpackung und genauer Vorbereitung kann gerade Hausrat in die Höhe gestapelt werden, um den Platz bestmöglich auszunutzen. Wenn Sie wissen, wie viel Lagerplatz Sie eigentlich benötigen, nehmen Sie einen Lagerraum-Rechner online in Anspruch.
Länge des Mietvertrags
In der Regel gilt: Je länger Sie sich verpflichten, Ihren Hausrat in einem Selfstorage aufzubewahren, desto billiger wird die monatliche Miete. Allerdings müssen Sie vor der Vertragsunterzeichnung darauf achten, dass der Vermieter sich nicht das Recht vorbehält, die Miete willkürlich zu erhöhen. Weitere Rabatte erhalten Sie normalerweise, wenn Sie die Miete für einen längeren Zeitraum im Voraus bezahlen.
Standort
Neben der Menge Ihres Hausrats ist auch Ihr Standort für den Mietpreis eines Lagers ausschlaggebend. In deutschen Großstädten, wo Wohnraum knapp ist, darunter Berlin, München, Hamburg oder Frankfurt, sind auch Lagerraummieten in der Regel teurer als in kleineren Städten. Ein Lagerraum von 1 m² in Berlin kann z. B. 19 € kosten, während ein Lagerplatz der gleichen Größe in Münster bei etwa 13 € pro m² liegt.
Nebenkosten
Bei der Lagerung von Hausrat ist es wichtig, auf Nebenkosten zu achten. Immerhin benötigen Sie bestimmte Klimaverhältnisse und gut überwachte Räumlichkeiten, um die Sicherheit Ihres Eigentums zu gewährleisten. Haken Sie deshalb bei Ihrem Selfstorage-Anbieter nach, was in der Miete inbegriffen ist, und was nicht.
Transportkosten
Ihr Hausrat muss sowohl zur als auch von der Lagerstätte gebracht werden. Außerdem wollen Sie wahrscheinlich zwischendurch Sachen abholen oder einsehen. Dabei müssen Sie Transportkosten oder Speditionspreise sowie eventuell Ihre verlorene Arbeitszeit einkalkulieren. Hier sollten Sie vielleicht eine Full-Service-Storage in Erwägung ziehen, bei der Transport und die fachgerechte Einlagerung durch geschultes Personal im Preis inbegriffen sind.
Versicherungen
In der Regel ist Ihr Hausrat in Ihrer Hausratversicherung gedeckt. Dabei müssen Sie allerdings darauf achten, dass die Versicherungsdeckung auch bei einer Lagerung außer Haus gültig ist. Viele Selfstorage- und Full-Service-Vermieter bieten zudem eine Basis- oder Zusatzversicherung an.
Verpackungsmaterial
Wenn Sie die Einlagerung Ihres Hausrats planen, sollten Sie auch die Kosten für die Verpackung in Betracht ziehen. Neben Kartons und Kisten benötigen Sie Unmengen an Luftpolsterfolie, Wellpappe, Ecken- und Kantenschutz, Etiketten, Plastiktütchen und Klebeband. Sie können sich allerdings die Arbeit etwas erleichtern, indem Sie eigens für die Lagerhaltung vorgesehene Kisten von Ihrem Lagerhalter mieten.
Welche Selfstorage-Option eignet sich am besten für Ihren Haushalt?
In Deutschland werden heutzutage höchst unterschiedliche Lösungen für eine Lagerhaltung von Hausrat geboten. Dabei können Sie alle möglichen Größen von Lagereinheiten und sogar ganze Lagerhallen mieten.
Auch das Dienstleistungsniveau der Selfstorage- und Full-Service-Anbieter ist unterschiedlich und kann in der Regel an Ihre Bedürfnisse angepasst werden.
Wer seinen Hausrat entweder gänzlich oder teilweise in ein Lager schickt, befindet sich in der Regel bereits in einer stressigen Situation und möchte den Prozess der Einlagerung so schnell wie möglich hinter sich bringen.
Hinzu kommen Bedenken in Hinsicht auf geeigneten Transport, Beurlaubung vom Arbeitsplatz für die Einlagerung, die einen ganzen Tag in Anspruch nehmen kann, und möglicherweise die Organisation von Kinderbetreuung.
In vielen Fällen ist deshalb vielleicht ein Full-Service-Storage für Sie und Ihren Haushalt angebracht. Dabei wird Ihr Hausrat bei Ihnen zu Hause abgeholt, an die Lagerstätte transportiert und fachgerecht eingelagert.
Wenn Sie Ihr gesamtes Eigentum auf Lager stellen wollen, sollten Sie vielleicht eine Speditionsfirma buchen, und diese auch mit der Einlagerung beauftragen.
In beiden Fällen sparen Sie viel Zeit, Geld und anderes Ungemach. Gleichzeitig wird Ihr Hausrat nicht nur sicher aufbewahrt, sondern auch von Fachleuten aufgestellt, die sich tagtäglich mit der professionellen Einlagerung von Hausrat beschäftigen.